Flirt Tipps und Hilfe
AUF DER STRASSE
Das Glück liegt nicht auf der Straße, es hat manchmal auch zwei Beine und läuft
Ihnen über den Weg. Wenn Ihnen das passiert, müssen Sie schnell handeln. Bevor
die Schöne auf Nimmerwiedersehen entschwunden ist. Erlaubt ist hier alles - Not
macht erfinderisch. Das einzige, dem Sie Ihre Taktik anpassen müssen, ist die
Art, wie Sie 'ihr' begegnen. Es ist schließlich ein Unterschied, ob Sie ihr zu
Fuß oder mit dem Auto begegnen.
AUF DER STRASSE zu Fuss
Sollten Sie das Glück haben, daß 'sie' gerade unheimlich viele Einkaufstaschen
schleppt, dann nehmen Sie sie ihr mit einem charmanten Lächeln einfach ab und
fragen: 'Wo soll's denn hingehen?'
- Läuft sie einfach so herum, stürzen Sie am besten auf sie zu, umarmen sie und
sagen dann: 'Ich konnte nicht anders.'
- Sie können auch einfach auf sie zugehen und ihr gestehen, daß ihnen im Moment
kein guter Spruch einfällt. Aber Sie wollen trotzdem erst mal einen Kontakt
schaffen, bevor sie Ihnen davonläuft und Sie sie vielleicht nie mehr wiedersehen...
- Sollte sie gerade im Begriff sein, bei Rot über die Straße zu gehen, nehmen
Sie sie am besten an die Hand (wenn Sie nicht vor Nervosität Schweißhände
bekommen haben, versteht sich) und sagen: 'Wenn Sie schon bei Rot über die
Straße müssen, sollten Sie wenigstens jemanden haben, der sie beschützt.'
- Falls Sie zu den ordentlichen Verkehrsteilnehmern gehören, die sich nicht dazu
überwinden können, bei Rot über die Straße zu gehen, können Sie sie natürlich am
Bordstein festhalten und sagen: 'Lieber fünf Minuten zu spät, als ein Leben lang
tot.' Und sie dabei mit Ihrem strahlendsten Lächeln bedenken. Sie wollen sie
schließlich nicht maßregeln, sondern einen Vorwand finden, sie anzusprechen.
- Sie können natürlich auch vorgeben, an einer demoskopischen Umfrage beteiligt
zu sein. Und ihr sagen, daß Sie den Auftrag haben herauszufinden, wie Frauen -
wenn überhaupt - auf der Straße am liebsten angesprochen werden. Selbst wenn sie
sagt, daß sie sich nie ansprechen läßt, haben Sie gleich ein herrliches
Gesprächsthema. Sie müssen nämlich dann unbedingt wissen, wieso, weshalb sie
sich nicht auf der Straße ansprechen läßt.
- Sie können auch ganz simpel feststellen, daß Sie beide in die selbe Richtung
gehen - und zu zweit ist es, wie fast immer im Leben, weniger langweilig.
- Sie können sie auch, vorausgesetzt Sie haben einen Aktenkoffer dabei, bitten,
denselben kurz für Sie zu halten. Und dann können Sie sagen: 'Wo sie nun beide
Hände voll haben, können Sie mir wenigstens keine Ohrfeige geben, wenn ich jetzt
frage, wann wir uns wo treffen können - ich möchte sie nämlich gerne
kennenlernen.' (Da jede Frau eine Handtasche bei sich trägt, wird sie beide
Hände voll haben!)
AUF DER STRASSE Ihr Wagen
Hier kommt es natürlich sehr auf die Umstände an, unter denen Sie 'ihr'
begegnen. Einige der Zufälle lassen sich provozieren, andere nicht. Welchen der
folgenden Tips Sie verwenden können, ist situationsbedingt. Aber falls Sie
einmal in diese oder jene (Verkehrs-) Lage kommen, können Sie folgendes tun:
- Sie wollen gerade in Ihren Wagen steigen, als Sie 'sie' entdecken. Wenn es die
Situation irgendwie zuläßt, steigen Sie wirklich schnell ein und fahren so
'ungeschickt' aus Ihrer Parklücke heraus, daß Sie sie (fast) an eine Mauer
drücken, ihr (fast) über die Füße fahren. Dann steigen Sie selbstverständlich
aus und sagen: 'Auf den Schrecken sollten wir erst mal einen Drink nehmen.'
- Sollten Sie die Straße entlangfahren, und 'sie' in greifbarer Nähe neben Ihnen
herlaufen, können Sie anhalten und ihr sagen, sie möchte doch bitte mal kurz
stehenbleiben. Dann parken Sie Ihren Wagen irgendwo da, wo er nicht gerade den
gesamten Verkehr blockiert (am günstigsten auf dem Bürgersteig - aber fahren Sie
keine Fußgänger um!), steigen aus und sagen: 'Wo können wir jetzt in ihrer Nähe
einen Kaffee trinken gehen?'
- Diese Masche erfordert nicht viel Requisiten, lediglich eine Chauffeurmütze.
Sobald Sie 'sie' erspäht haben, halten Sie Ihren Wagen neben ihr an, (siehe
oben), steigen mit der Mütze in der Hand aus, setzen sie auf den Kopf und sagen:
'Tut mir Leid, daß ich mich jetzt schon wieder verspätet habe. Wo darf ich Sie
jetzt hinfahren, Madame?' (Wenn sie zu den vorsichtigen Frauen, die nicht
hopplahopp zu einem Fremden ins Auto steigen, gehört - und das wird sie, wenn
sie eine Dame ist - fahren Sie eben vorerst nirgendwo mit ihr hin, sondern gehen
gemeinsam einen Kaffee trinken. Oder verabreden , wann Sie sie - das nächste Mal
aber 'pünktlich' - abholen...)
- Sie können sie auch fragen, ob sie einen Führerschein hat. Wenn ja (die
meisten Frauen haben heutzutage einen), können Sie sie auch bitten, ob sie Sie
ins nächste Café (oder Krankenhaus) fährt. Warum? Ganz einfach: Ihnen ist bei
ihrem Anblick so schwindelig geworden, daß Sie, wenn Sie selber fahren würden,
ein Verkehrsrisiko darstellen würden. Oder sie hat Ihnen den Kopf verdreht, und
den muß der Arzt erstmal zurecht rücken... Was Sie allerdings nie und unter
keinen Umständen tun dürfen: Hinter, beziehungsweise neben, ihr herfahren und
aus heruntergekurbeltem Fenster (oder offenem Dach) 'Hallo Fräulein!' oder
'Wollen sie nicht einsteigen!' schreien. Damit haben Sie, selbst wenn Sie den
neusten Porsche fahren, höchstens bei dem naivsten aller Gänschen Glück. Und Sie
hatten es doch, wenn ich mich nicht irre, auf eine Frau abgesehen...
AUF DER STRASSE Sie im Wagen
Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind und sie motorisiert ist, müssen Sie schon eine
ganze Menge Glück haben, sie zu erwischen, bevor sie Ihnen davonbraust. Aber wer
nicht wagt, der nicht gewinnt. Möglich ist alles. Auch hier heißt es: flexibel
sein und sich der Situation anpassen. Hier einige Möglichkeiten:
- Laufen Sie ihr ins Auto. Das ist selbstverständlich nur möglich, solange sie
Schritt fährt. Das heißt, gerade aus einer Parklücke herausmöchte, am
Straßenrand langsam fährt, et cetera pepe. (Auf den Schrecken brauchen Sie ein
Glas Wasser - oder auch einen Drink.)
- Wenn Sie sie irgendwo einparken sehen, können Sie ihr anbieten, den Job für
sie zu übernehmen. Vor allem bei winzigen Parklücken sind Frauen für solche
Angebote recht dankbar. (Allerdings erst, wenn Sie ein paar Minuten lang
beobachtet haben, wie sie sich abgemüht hat!)
- Im Winter sind Sie immer willkommen, dabei zu helfen, den Wagen anzulassen,
bevor er ihr völlig absäuft.
- Wenn Sie 'ihren' Wagen kennen, sie ihn kurz geparkt hat und bald wieder
zurückkommen muß, können Sie dort auf sie warten. Dann können Sie ihr sagen, daß
Sie dagegengerannt sind und keine Fußgängerflucht begehen wollten, falls sie nun
einen Kratzer oder eine Beule entdeckt. (Vorsicht: Diese Nummer sollten Sie
prinzipiell nur bei Autos ohne Kratzer und Beulen anwenden - sonst könnte Sie
das Unternehmen teuer zu stehen kommen.)
- Wenn Sie 'ihren' Wagen kennen, können Sie auch einen Zettel unter den
Scheibenwischer klemmen. Text wie oben. Nur diesmal bitten Sie um ihren Anruf,
um den Schaden zu besprechen. (Auch wenn sie keine Beule findet, wird sie sich
höchstwahrscheinlich melden - vorausgesetzt, Ihre Handschrift ist ihr
sympathisch -, um Ihnen zu sagen, Sie brauchen sich keine weiteren Sorgen zu
machen...)
- Sie können Sie, an einer Ampel etwa, auch bitten, mal kurz rechts ranzufahren.
Um ihr dann zu sagen, was immer Sie ihr sagen wollen...
AUF DER STRASSE beide im Wagen
Hier macht es natürlich einen Unterschied, ob Sie ihr im Stadtverkehr oder auf
einer Autobahn begegnen. Als wichtigste Spielregel gilt:
- Jagen Sie sie nicht. Dieses Überhol- Abbrems- Spielchen zeugt von
Einfallslosigkeit und Dummheit dazu. Und es nervt die Frauen ganz ungeheuerlich,
wenn sie auf der Straße - gleichgültig welcher - einen so rücksichtslosen Fahrer
neben, vor und hinter sich hat.
Solange Sie allerdings auch am Steuer ein Gentleman sind, ist es zwar nicht
unbedingt ein Kinderspiel, aber doch im Bereich des Möglichen, die Frau im
anderen Auto kennenzulernen. Situationen, die sich ergeben können, sind:
- Sie entdecken Ihre Traumfrau auf der Autobahn. Da können Sie nur hoffen, daß
Sie beide noch lange in einer Richtung fahren, bis sie tanken muß. Und das Sie
noch genügend Benzin haben (und ein entsprechend schnelles Auto), um ihr bis zur
Tankstelle, an der sie Rast macht, folgen zu können. Da können Sie sie dann zu
einem Kaffee einladen.
- Sie sichten die Frau, die Sie unbedingt kennenlernen wollen, im Stadtverkehr.
Auch hier bleibt Ihnen nur zu hoffen, daß Sie Zeit haben. Dann können Sie ihr
nachfahren - und ihr, wenn sie hält, sagen, daß Sie ihr einfach folgen mußten.
(Vorausgesetzt, es stürmen keine vier Kinder aus dem Haus, um Mami zu begrüßen!)
- Sie können auch bei Rotlicht aus Ihren Wagen springen und fragen, ob sie einen
Reservekanister Benzin hat. Ihres ist nämlich gerade ausgegangen... (Frauen
neigen dazu, gefüllte Reservekanister im Auto zu haben. Man kann ja nie wissen
wer einen mal danach fragt...)
- Diese Spielchen können Sie auch auf der Landstraße durchexerzieren. Dann
müssen Sie allerdings vorher Blinkzeichen geben, daß sie mal halten möchte.
- Sie können sich ihre Autonummer aufschreiben und dann versuchen, Ihre Adresse
herauszubekommen, und sie dann anrufen. (Falls der Wagen auf Hans Schmidt
zugelassen ist, können Sie sich das Telefonat sparen.)
- Wenn Sie 'sie' an einer Tankstelle treffen, können Sie 'sie' leicht in ein
Gespräch über ihr Auto, die Benzinpreise, sonstwas verwickeln. - Auch das gibt
es nicht nur im Film: Falls Sie ein geschickter Autofahrer sind und ein paar
Mark in die Angelegenheit investieren können, dürfen Sie ganz vorsichtig ihr
Rücklicht anfahren. Aber nur das Rücklicht! Den Schaden machen Sie
selbstverständlich wieder gut...
- Sie können sich auch, wenn 'sie' irgendwo geparkt hat, so vor ihren Wagen
stellen, daß sie nicht wieder wegfahren kann. Wenn Sie sie nicht zu lange warten
lassen, (sonst könnte sie aggressiv werden!) tauchen Sie außer Atem aus dem
Nichts auf, entschuldigen sich für die Unannehmlichkeit - und laden sie als
Wiedergutmachung zu einem Kaffee ein.
IN RESTAURANTS, KNEIPEN, BARS - Frau alleine
Zunächst müssen Sie hier wie überall nach dem üblichen Augenkontaktspielchen den
Eindruck haben, daß Ihr Annäherungsversuch zumindest nicht unerwünscht ist. Dann
hängt Ihre Taktik davon ab, wer von Ihnen zuerst im Restaurant war - vielleicht
sogar schon gegessen hat - und wer bei welchem Gang ist. Es kann schließlich
passieren, daß Sie schon beim Kaffee sind und sie gerade eben erst zur Tür
hereingekommen ist. Oder umgekehrt. Genausogut ist es möglich, daß Sie beide
noch an der Bar stehen oder sitzen - und Sie das feste Gefühl haben, daß sich -
außer hoffentlich Ihnen - niemand zu ihr zum Essen gesellt...
- Noch sitzen Sie beide an der Bar, und sie ist drauf und dran, an ihren Tisch
zu gehen: Fragen Sie einfach, ob sie unbedingt alleine essen möchte oder ob Sie
sich zu ihr gesellen dürfen. Alleine schmeckt es Ihnen nämlich nie so gut wie in
netter Gesellschaft... Fragen Sie sie, ob sie die Dame ist, mit der Sie
verabredet sind. Die Bekannte von dem Bekannten, die heute morgen angerufen hat,
weil sie einen Abend in der Stadt ist und die Sie (weil Sie wissen, wie's allein
in fremden Städten ist) zum Essen eingeladen haben. Natürlich ist sie es nicht -
aber vielleicht würde sie dennoch gern mit Ihnen essen. Wenn die andere noch
kommt, ist man eben zu dritt. (Wenn Sie ganz geschickt sind, bringen Sie es
irgendwie fertig, sich ausrufen zu lassen. Dann war natürlich besagtes Blind
Date am Telefon und hat netterweise abgesagt, weil sich etwas anderes ergeben
hat...)
- Sie essen gerade Ihre Vorspeise, als 'sie' das Restaurant betritt. Viele
Möglichkeiten haben Sie in diesem Fall nicht. Vor allem dann nicht, wenn Sie
keinen Augenkontakt herstellen können. Es gibt aber eine Notlösung: Sie
schreiben ein Zettelchen, am besten nehmen Sie dazu die Rückseite Ihrer
Visitenkarte: 'Die Escargot sind vorzüglich' und lassen ihr den 'Gruß' vom
Kellner geben, während sie die Speisekarte studiert.
- Wenn Sie schon beim Hauptgang oder bei Kaffee sind, wenn 'sie' das Lokal
betritt, können Sie ihr gleich einen ganzen Menüvorschlag machen...
- Sie sitzt ganz allein am Tisch, und Sie kommen gerade erst herein. Wenn sie
Sie nicht mit dem abweisendsten Blick aller Blicke bedenkt, können Sie fragen,
ob Sie sich zu ihr setzen dürfen. Wer ißt schließlich schon gerne allein. Sie
können sie natürlich auch fragen, was sie Ihnen zum Essen empfehlen kann...
- Wenn sie schon bei der Nachspeise ist und Sie sie, nachdem Sie auch schon
gegessen haben auf sie zugehen und sagen: 'Ich kann es gar nicht mit ansehen,
wie Sie dieses klebrige Zeug (vorausgesetzt, es ist was Süßes!) essen. Wenn Sie
beim Kaffee angelangt sind, komme ich wieder... Dann machen Sie einen Absatz
kehrt - und sind natürlich zum Kaffee wieder zur Stelle. Mit Ihrem charmantesten
Lächeln, versteht sich...
- Wenn beide noch nicht gegessen haben, können Sie einfach fragen, ob sie auch
Appetit auf Chateaubriand oder eine Auswahl gegrillter Fische - oder sonst ein
Gericht für zwei Personen hätte... Ihnen ist gerade so danach - aber für Sie
allein lohnt es sich nun mal wirklich nicht! Dazu können Sie sie einladen - aber
falls sie darauf besteht, für sich selber zu zahlen, lassen Sie sie.
IN RESTAURANTS, KNEIPEN, BARS - mehrere Frauen
Günstig ist die Situation nicht - 'je alleiner desto besser' erklären alle
großen Aufreißer, mit denen ich mich unterhalten habe. Aber möglich ist es, und
das weiß ich wiederum aus eigener Erfahrung. Wichtig ist in diesem Fall
allerdings, daß Sie ein besonderes Feingefühl für die Beziehung, in der die zwei
oder drei Frauen zueinander stehen, entwickeln. Bei einem Geschäftsessen mit
einer Verlegerin könnten Sie Mr. Supermann höchstpersönlich sein - und würden
von ihr eine freundliche, aber bestimmte Abfuhr bekommen. Erwischen Sie die Frau
allerdings mit ihrer Freundin Helen oder Monika oder auch beiden, sieht die
Sache schon ganz anders aus. Was Sie in so einem Fall unternehmen könnten?
- Sie könnten ihnen (es sein denn, Sie spüren, daß sie gerade weltbewegende
Probleme wälzen) erzählen, daß sie einen so gut aufgelegten Eindruck machen, daß
Sie Ihnen sicherlich keinen Korb geben, wenn Sie sich zum Kaffee zu ihnen
gesellen. - Sie könnten ihnen auch sagen, daß Sie sich grün und blau ärgern
würden, wenn sie verschwinden, bevor Sie den Mut aufgebracht hätten, sie
anzusprechen... - Sie könnten sie zum Dessert einladen: 'Diese vorzügliche Zuppa
Pavese müssen sie unbedingt kosten...' - Sie könnten ihnen auch sagen, daß sie
das beste sind, was Ihnen heute - oder in der letzten Woche - begegnet ist. Und
daß Sie endlich mal unter 'Menschen' möchten. - Wenn Sie ihre Unterhaltung
bruchstückweise mitbekommen haben, können Sie auch irgendeinen Kommentar
abgeben. Aber keinen dummen, sonst vergraulen Sie sie... - Und dann können Sie
ihnen noch anbieten, die nächste Karaffe Wein mit Ihnen zu teilen. Das sind doch
schon mal Vorschläge für den Anfang, meinen Sie nicht auch?
Am Arbeitsplatz
Wenn Sie nicht gerade Leuchtturmwärter oder Zuchthauswärter in Sant Quentin
sind, dann ist die Chance, daß Sie nicht nur eine, sondern gleich eine ganze
Handvoll Frauen an Ihrem Arbeitsplatz treffen, immer gegeben. Wenn Ihnen in
Ihrer beruflichen Umgebung bisher noch keine Frau begegnet ist, für die Sie sich
interessiert haben, dann liegt das entweder daran, daß Sie vor lauter Bäume den
Wald nicht sehen, oder aber (in den seltensten Fällen!) daran, daß da
tatsächlich keine ist, die für Sie bemerkenswert wäre. Und selbst wenn letzteres
der Fall sein sollte, ist auch hier noch alles drin: Ihre Kollegen und
Kolleginnen haben gewiß Geschwister und Freunde (Freundinnen), die Sie ganz
interessant finden würden. Wenn es Ihnen also nicht liegt, sich in Museen,
Kaufhäusern, Restaurants oder anderen Plätzen nach einer Frau umzutun, machen
Sie einfach folgendes: Geben Sie eine Party, zu der Sie Kollegen und Kolleginnen
mitsamt allen weiblichen Wesen, die sie nur zusammentrommeln können, einladen.
Ein paar Männer laden Sie selbstverständlich auch ein. Aber Sinn und Zweck der
Fete ist, daß Sie eine Frau finden, beschränken Sie die geladenen Männer auf
solche, die bereits eine feste Freundin haben - und ihr auch treu sind. Derlei
Partys, in regelmäßigen Abständen gegeben, dürften Sie innerhalb kürzester Zeit
so weit bringen, daß Sie einen Terminkalender führen müssen, um Ihre
Verabredungen nicht zu verpassen - oder gar verwechseln.
Gelegenheiten, sich mit den verschiedensten Leuten an Ihrem Arbeitsplatz
anzufreunden, gibt es mehr als genug.
- Der gestreßten Sekretärin können Sie sagen, daß sie ganz so aussieht, als
könne sie einen Kaffee gebrauchen - und ihr auch prompt einen (mit Milch und
Zucker?) bringen.
- Vor Büroschluß formulieren Sie den Spruch natürlich um. Diesmal erzählen Sie
ihr, daß sie so aussieht, als können sie einen Drink vertragen. Und zu dem laden
Sie sie dann ein.
- Selbst wenn die Frau, auf die Sie es an Ihrem Arbeitsplatz abgesehen haben,
Sie bisher scheinbar noch nicht bemerkt hat, können Sie fragen, ob sie nicht
Lust hätte, mit Ihnen zu Mittag zu essen. Selbst wenn Ihnen nur Zeit bleibt,
gemeinsam in die Kantine zu gehen - immerhin haben Sie sie so schon einmal an
Ihrer Seite und können mit ihr reden.
- Sollte 'sie' in einer anderen Abteilung, einem anderen Stockwerk arbeiten wie
Sie, so können Sie fragen, wo sie - wenn sie nicht gerade wie jetzt im Moment
neben Ihnen im Lift steht - zu finden ist. Und da tauchen Sie dann im Laufe des
Tages mal auf und sagen 'hallo!'.
- Bürofeiern sind auch immer eine gute Gelegenheit, die Frau, die Sie auch
außerhalb der Arbeitsstunden treffen möchten, anzumachen. Der Liebhaber von
Michaela nahm eine solche Gelegenheit war: Als sie dem Geburtstagskind einen
freundschaftlichen Kuß gab, zog Oliver Michaela mit den Worten: 'Oh, ich wollte
auch schon immer von Ihnen geküßt werden' an sich. Da küßte sie ihn dann eben -
und küßt ihn heute immer noch. Und das, obwohl sie ihn fast ein Jahr ignoriert
hatte!
- Sie können natürlich auch die Nummer bringen, mit der sich Helen von Michael
(zeitweilig) einfangen ließ. Beruflich kannten sich die beiden schon eine ganze
Weile - aber zu mehr als einem Glas Wein nach Büroschluß war es in dem ganzen
halben Jahr nie gekommen. Als sie wieder mal nach Redaktionsschluß ein Glas Wein
miteinander tranken, schaute er sie einfach eine Zeitlang wortlos an. Als sie
ihn schließlich fragte, worüber er grüble, sagte er: 'Ich denk darüber nach, wie
ich Dir sagen soll, daß ich gern mit Dir schlafen möchte.' Alles weitere dürfen
Sie sich denken.
- Sie können Ihrer Auserwählen auch jeden Morgen eine schöne Rose auf den
Schreibtisch stellen. Das tun Sie so lange, bis sie so früh am Arbeitsplatz
auftaucht, daß sie herausfindet, wer der Rosenkavalier ist. (Keine Angst, sie
wird es wissen wollen. Aber dann haben Sie, wenn Sie ihr nicht total
unsympathisch sind, leichtes Spiel. Die tägliche Rose bekommt sie natürlich
weiterhin. Die ist schließlich zu Ihrem 'Markenzeichen' geworden.)
Am einfachsten natürlich ist es, Frauen kennen zu lernen, wenn Sie einen Beruf
haben, der Sie täglich - oder so gut wie täglich - mit neuen Menschen
zusammenbringt. Alle diese heißen Berufe aufzuführen würde an dieser Stelle zu
weit gehen. Aber ein paar Beispiele dafür, wie Sie Ihren Spruch
situationsbedingt zurechtbasteln können, sollen Sie als Anregung mit auf den Weg
bekommen:
- Staubsaugervertreter - 'Eigentlich wollte ich Ihnen ja diesen Staubsauger
verkaufen. Aber dazu habe ich im Moment gar keine Lust. Statt dessen würde ich
viel lieber mit Ihnen essen gehen...'
- Scheidungsanwalt - 'Wenn Sie möchten, stelle ich mich gerne als
Scheidungsgrund zur Verfügung.'
- Politiker - 'Unter dem Siegel der Verschwiegenheit: Die Weltsituation ist so
kritisch, daß ich mich an Ihrer Stelle lieber heute als morgen noch so ausgiebig
wie möglich amüsieren würde...'
- Kellner - 'Wenn Sie mich nicht verraten, zeige ich Ihnen morgen Abend ein
Restaurant, in dem Sie noch besser (und preisgünstiger) essen können, als in
diesem hier!'
- Versicherungsangestellter - 'Ich kann Sie gegen Feuer, Wasser, Unfall
(undsoweiter) versichern, - nur gegen eins nicht: daß der Irish Coffee, zu dem
ich sie hiermit einlade, nicht doch mit schottischem Whisky gemacht ist.'
- Psychiater - 'Also das ist wirklich kompliziert. Wechseln wir ersteinmal die
Umgebung und dann fangen sie mit Ihrer Lebensgeschichte noch einmal von vorne
an...'
- Praktischer Arzt - 'Ich fürchte, ich muß sie an einen Kollegen überweisen.
Familienmitglieder (oder solche, die es werden könnten) behandele ich nämlich
nicht.'
- Computertypist - 'Ich bin so überarbeitet, daß mir für das bißchen Freizeit,
das ich habe, kein sofort wirksamer Spruch mehr einfällt. Schreiben Sie doch mal
ein File, wie man Männer aufreißt.'
- Musiker - 'Ob du's glaubst oder nicht, it's only Rock'n Roll.'
- Roadie - 'Wenn du willst, zeige ich dir gleich die Garderobe von Mike
Jagger...'
Alles, was Sie tun müssen ist, wenn alles andere nicht mehr hilft: Auf einen der
oben angegebenen Berufe umsatteln. Oder einen ähnlichen kontaktfreudigen. Oder
sich arbeitslos melden:
- Arbeitsloser - 'Ist es nicht herrlich, daß wir beide soviel Zeit haben, uns
gründlich kennenzulernen und uns miteinander 24 Stunden am Tag zu vergnügen?'
Kleine Parties bei Freunden
Je kleiner der Kreis, desto schwieriger wird es, eine Frau aufzureißen. Der
Grund: Intime Parties mit weniger Gästen werden meist nur von Paaren besucht,
die relativ fest zusammengehören. Alleinstehende Frauen tauchen bei solchen
Gelegenheiten - mit oder ohne Begleitung - nur dann auf, wenn vorher
klargestellt wurde, daß auch noch ein, zwei, drei Männer eingeladen sind, die zu
beäugen es sich lohnt. Mit anderen Worten: Bei kleinen Parties laufen Sie
Gefahr, regelrecht verkuppelt zu werden. Das kann zwar ganz amüsant sein, kann
aber auch höchst unangenehm werden. Folglich ist es am besten, Sie halten sich
von solchen geselligem Zusammensein fern. es sei denn, die Gastgeber haben es
fertiggebracht, die Dame einzuladen, auf die Sie schon immer scharf waren...
Grosse Parties bei Freunden
Vorteil dieser Feten ist, daß Sie sich beim Gastgeber danach erkundigen können,
ob die Frau, auf die Sie es abgesehen haben, fest, semi-fest oder gar nicht
vergeben ist. Wenn ersteres der Fall ist, schauen Sie sich lieber anderweitig
um. Es sein denn, besagte Frau fasziniert sie dermaßen, daß Sie sie lieber heute
als morgen zum Standesamt schleppen würden. Ist sie nur halbwegs, also nicht
ernsthaft, liiert, lohnt sich ein Versuch Ihrerseits immer. Allerdings werden
sie in einem solchen Fall besonders taktvoll vorgehen müssen. Sprüche wie
'Lassen Sie den anderen sausen und vergnügen sich mit mir!' oder, noch
schlimmer, eine abfällige Bemerkung über ihren derzeitigen Begleiter ('Der Typ
sieht aus, als könnte er nicht bis drei zählen.') sind fehl am Platze. Sie
werden auch nicht warten, bis 'sie' für ein paar Minuten alleine ist: weil Sie
selbst ein Mann sind, wissen Sie, wie schnell Sie wieder angerauscht kämen, wenn
Ihre - wenngleich bereits halb Verflossene - sich vor allen Leuten von einem
anderen den Hof machen lassen würde.
Sie müssen folgendermaßen vorgehen: Sie gesellen sich zu ihr und ihm und
verwickeln beide in ein Gespräch. Dann sind Sie natürlich so aufmerksam, beiden
einen Drink oder auch ein paar Snacks zu besorgen. Sie wissen es, und 'sie' ahnt
es, daß Sie das alles nur für sie tun. Und er will das, was er spürt, nicht
wahrhaben und sich nicht lächerlich machen, indem er Sie fortschickt oder
unfreundlich zu Ihnen ist. Schließlich befinden Sie sich auf einer Party. Und
der Sinn solcher Zusammensein ist es letztlich, andere Leute kennenzulernen.
Sonst könnte ja jeder gleich daheim bleiben...
Sobald Sie 'ihr' also genügend Gelegenheit gegeben haben, sie als charmanten
Gentleman zu registrieren, drehen Sie erst einmal wieder eine Runde. Die dann
wieder bei den beiden - oder diesmal auch ruhig bei ihr allein - endet.
Telefonnummern und Adressen sollten Sie allerdings nur in seinem Beisein
austauschen. Sonst bekommt sie vielleicht ein schlechtes Gewissen, oder er
merkt's doch - und die ganze Geschichte wird, bevor sie noch begonnen hat,
unerträglich kompliziert. Sie brauchen auch nicht zu befürchten, daß er Ihnen
die Adresse/ Telefonnummer nicht geben will. Wenn 'sie' nämlich Interesse an
Ihnen gefunden hat, wird sie so schnell heraussprudeln, daß er gar keine Zeit
mehr hat, sich eine Ausrede zu überlegen. Ihre Nummer sagen Sie dann auch laut
und deutlich - und geben ruhig ihm den Zettel. Sie weiß ja mittlerweile auch, wo
Sie arbeiten, und kann Sie notfalls im Büro erreichen. Die Telefonnummer findet
sie nämlich, wenn sie will, in jedem Telefonbuch...
Falls Ihr Gastgeber Ihnen nicht verraten kann - und auch nicht für Sie
herausfinden kann -, ob die Dame, mit der Sie anbandeln möchten, vergeben ist,
empfiehlt sich die obige Masche grundsätzlich bei allen Frauen, die in
Herrenbegleitung sind. Sollte 'er' allerdings nur mit ihr auf der Party sein,
weil sie vielleicht Angst davor hatte, sonst den ganzen Abend allein dazusitzen,
wird sie Ihnen das schon vorsichtig beibringen. Sollte sie allein sein, haben
Sie selbstverständlich sofort grünes Licht. Sobald Sie andere Verehrer, die um
sie herumschleichen könnten, aus dem Feld geschlagen haben, versteht sich. Aber
das gelingt Ihnen sicherlich spielend. Die Sprüche, die Sie anbringen können,
sind mehr oder minder dieselben, die Sie anbringen können, die Sie bei
Cocktail-Parties und Empfängen, die Sie aus beruflichen Gründen besuchen,
bringen können.
Entweder handelt es sich bei Frauen, die Sie hier treffen, um
Mitbringsel eines Kollegen oder um Frauen, die selbst aus beruflichen Gründen da
sind. Von der ersten Sorte lassen Sie am besten gleich die Hände weg - selbst
wenn Sie wissen, daß er 'sie' nur zu offiziellen Anlässen mitnimmt und Montag-
nachmittag, Mittwochmorgen und Freitagnachmittag mit einer, seiner Geliebten
verbringt. Der Grund: Affairen mit Ehefrauen von Kollegen oder fast Kollegen -
auch wenn Sie bisher beruflich mit ihm nicht zu tun hatten - führen meistens zu
peinlichen Situationen. Auch dafür gibt's mehrere Gründe:
- Stellen Sie sich vor, Sie wollen nur ein, zwei nette Abende oder Nächte mit
ihr verbringen - und sie erwartet, daß Sie all ihre einsamen Abende oder Nächte
verkürzen.
- Stellen Sie sich vor, Sie verlieben sich Hals über Kopf in sie, und sie wollte
nur einmal ausprobieren, ob sie wenigstens für andere Männer - wenn schon nicht
für den Angetrauten - attraktiv ist.
- Stellen Sie sich vor, Sie wollen sich mit ihr nur kurzfristig amüsieren, und
er erfährt davon und liefert sie Ihnen frei Haus.
- Stellen Sie sich alle möglichen und unmöglichen grauenhaften Situationen vor -
und konzentrieren Sie ihre suche nach einer Frau, die Sie aufreißen können, in
einer anderen Ecke.
Sie müssen die Frau, die Sie gut finden, nur sichten. Dann geht alles weitere
fast von selbst:
- Sollten Sie mit ihr am kalten Buffet stehen, ist ein so banaler Satz wie: 'Sie
sollten unbedingt den Käse (die Oliven, die Häppchen) versuchen!' durchaus
angebracht.
- Sie können ihr natürlich auch einen Teller, den Sie liebevoll mit Häppchen
gefüllt haben, mit den Worten wie: 'Ich hab' ihnen was mitgebracht, weil ich auf
Stehparties wie diesen auch so ungerne alleine esse.' überreichen. (Sie können
sie selbstverständlich auch fragen, welchen der beiden Teller, die mit
verschiedenen Leckerbissen gefüllt sind, sie haben möchte.)
- 'Sie sehen ganz so aus, als könnten Sie einen Drink gebrauchen. Was darf ich
Ihnen denn besorgen?' ist auch ein Spruch, der ganz gut funktioniert.
- Wenn sie gerade eine Zigarette aus der Schachtel geholt hat, seien Sie zur
Stelle und geben ihr Feuer!
- Wenn Sie raucht und gerade kein Aschenbecher in der Nähe ist, bringen Sie ihr
einen. Und halten Sie ihn fest.
- Wenn sie gelangweilt aussieht, fragen Sie ruhig: 'Meinen Sie nicht auch, daß
wir uns in dem Lokal gegenüber (an der nächsten Ecke, wo auch immer) besser
amüsieren könnten?'
- Sie können sie natürlich auch fragen, ob sie irgend eine Ahnung hat, was
dieser ganze Rummel eigentlich soll. (Das geht selbstverständlich nur, wenn Sie
den Empfang nicht mitorganisiert haben oder mit sonstigen Aktien daran beteiligt
sind.)
- Sollten Sie selbst eine der VIPs, Very Important Persons, der Angelegenheit
sein, können Sie natürlich auch sagen: 'Ich hoffe, Sie langweilen sich nicht
meinetwegen. Fall Sie das tun, bin ich gern bereit, das ein andermal wieder
wettzumachen. Heute muß ich leider bis zum Ende der Vorstellung bleiben...'
- 'Wer oder was führt Sie hierher?' ist zwar kein origineller Spruch, aber auch
er hat seine Wirkung noch nie verfehlt. Zumal sie nicht mit einem simplen 'ja'
oder 'nein' darauf antworten kann. Es sei denn, daß sie Ihnen sagt, das ginge
Sie gar nichts an. Aber dann wissen Sie wenigstens, was (nicht) läuft...
- Sie können sie auch fragen, ob sie weiß, wer der Herr (nie die andere Frau!)
im nadelgestreiften Dunkelblauen ist. Höchstwahrscheinlich will sie wissen,
warum Sie das wissen wollen. Dann können Sie ja zugeben, daß Sie nur irgend
etwas zu ihr sagen wollten, um mit ihr ins Gespräch zu kommen. (Diese Frage ist
günstiger, wenn sie so aussieht, als wüßte sie es nicht. Dann können Sie immer
noch 'schade' sagen und ihre Frage provozieren oder sie gar dazu bringen, daß
sie es für Sie herausbekommt. Die Mühe muß sie sich natürlich nicht machen...)
- Wenn sie, was jeder Mann, der nicht gerade blind ist, auf einen Blick erkennen
kann, besonders viel Mühe auf ihr Make-up und ihre sonstige Erscheinung verwandt
hat, ist sie gewiß für Schmeicheleien empfänglich. Dann können Sie ihr ruhig
sagen, daß sie die attraktivste (nicht die 'schönste') Frau weit und breit ist.
Und daß Sie sie so fasziniert, daß Sie sie gern bald einmal woanders treffen
möchten.
- Eine brutale, aber wirkungsvolle Methode ist es, 'ihr' ein Glas Mineralwasser
oder ein paar Tropfen Weißwein (um Himmels willen keinen roten!) auf das Kleid
zu gießen. Wenn sie nicht gerade schrecklich zickig ist, (schließlich geben
Mineralwasser und Weißwein keine Flecken), haben Sie gleich ein vorzügliches
Gesprächsthema. Und Sie können darauf bestehen, ihre Tollpatschigkeit mit einem
Essen wieder gutzumachen. (Das Sie die Reinigungskosten tragen, bieten Sie ihr
selbstverständlich auch an. Aber keine Angst, sie wird davon keinen Gebrauch
machen.) 'Hinterher' oder bei sonstiger passender Gelegenheit können Sie immer
noch zugeben, daß es kein Unfall war. Schon geht das Gespräch flott weiter. es
sei denn, Sie sind sowieso nicht ihr Typ.
- Sie können sie auch bitten, mal kurz Ihr Glas, Ihren Teller, was immer Sie in
den Händen haben, zu halten. Dann mopsen Sie kurzerhand eine - nur eine! - Blume
aus einem der vielen Gestecke, die bei Empfängen immer herumstehen - und stecken
sie ihr ins Haar oder drücken sie ihr in die Hand. Dabei sagen Sie ihr
natürlich, daß Sie unterwegs eine Blume gekauft hätten, wenn Sie nur geahnt
hätten, daß Sie sie hier treffen...
- Sollten Sie zu den Männern gehören, deren Charme einfach unwiderstehlich ist -
zumindest für 'sie', das ist aus ihrer Reaktion ersichtlich -, können Sie die
Direkt-Methode anwenden. Mit anderen Worten, Sie reden nicht lange um den heißen
Brei herum, sondern sagen: 'Ich würde wahnsinnig gerne mit Ihnen schlafen...'
Die Chancen, daß sie daraufhin ermunternd lacht oder sofort mit Ihnen den
Empfang verläßt, stehen 50:50
- wenn nicht noch günstiger für Sie.
IN DER DISKO
Laien mögen Diskotheken für tolle Plätze zum Aufreißen halten - Profis wissen,
sie sind es nicht. Es geschieht nämlich nur ganz selten, daß sich was 'wirklich
Liebes' allein in eine Diskothek verirrt. Und selbst wenn 'sie' von ihrem Bruder
begleitet wird, ist Vorsicht geboten: Denn den wenigsten guten Frauen käme es in
den Sinn, gerade in einer Diskothek einen Mann aufreißen zu wollen. Nicht so
einen wie Sie, jedenfalls. Und damit wäre das Thema eigentlich schon erledigt.
Wenn ich nicht meiner Sorgfaltspflicht genüge tun wollte. (Sie verlangen
schließlich ein File, daß Ihnen in allen Lebens- und Liebeslagen hilft!) Wenn
Sie nicht von vornherein nur auf einen One- Night-Stand aus sind und 'sie' auch
nur einen Mann für eine Nacht sucht, sollten Sie sich an folgende Grundregeln
halten:
- Als Anfänger halten Sie sich von Diskotheken fern. Diskos sind nämlich zu
einem hohen Prozentsatz mit Frauen bestückt, die es zwar toll finden, daß sie
von möglichst vielen Männern angesprochen werden - aber ihre größte Befriedigung
gewinnen sie daraus, jeden Mann eiskalt abblitzen zu lassen. (Um mit Münchens
Superaufreißer Wolfi zu sprechen: 'Die warten alle auf ihren Märchenprinzen, und
wenn er dann kommt, lassen sie ihn vorbeisausen!') Und daß sich der Frust der
Mädels auf Sie überträgt, das muß nun gewiß nicht sein...
- Sollten Sie was fürs Herz suchen (die eine Liebe, die sich versehentlich in
einer Diskothek verlaufen hat oder von Freunden mitgeschleppt wurde), sind
Diskotheken für Sie am Wochenende tabu. Das gleiche gilt für bestimmte Uhrzeiten
unter der Woche: ein bis anderthalb Stunden, bevor die Disko schließt. Denn zu
diesen Zeiten ist, darüber sind sich alle , mit denen ich gesprochen habe,
einig, nur - oder fast nur - 'Schrott' unterwegs. Oder hält die Männer, die zu
solchen Zeiten auf Tour sind, für denselben.
- Passen Sie Ihr Verhalten und Ihre Kleidung der Disko, in die Sie gehen wollen,
unbedingt an. wenn Sie zur Schickeria gehören, werden Sie in einem Punk- oder
Rockerladen unangenehm auffallen - und umgekehrt. Und daß Sie sich als 'Opa'
(das sind Sie in diesem Fall schon ab - um die dreissig) nicht in einer New Wave
Disko nach einer Frau umsehen, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.
Was die Sprüche, die Sie in einer Disko bringen können, betrifft, haben Sie
nicht allzuviel Auswahl. Kurz und bündig ist am wirkungsvollsten - weil es
meistens sowieso viel zu laut ist, als daß Sie mit Ihrer Auserwählten mehr als
drei Worte wechseln können. Besonders originell brauchen Sie in diesem Fall auch
nicht sein.
- Sie können 'sie' einfach nur anstarren (oder, je nachdem, in welcher Art von
Disko Sie sich befinden, auch anlächeln). Das tun Sie so lange, bis 'sie' Ihnen
entweder einen herausfordernden Blick (Komm ruhig rüber!) oder ein Lächeln
schenkt.
- Mit einer Bemerkung wie: 'Heiß hier!' können Sie andeuten, daß Sie lieber mit
ihr nach draußen gehen würden. Wenn Sie will, kapiert sie das schon.
- 'Durst???' ist die Kurzform von: 'Möchten sie etwas trinken?' Wenn sie sich
einladen lassen will, wird sie schon nicken und Ihnen dann auch sagen, was sie
trinken möchte.
- 'Tanzen?' Auch wenn sie 'ja' sagt, müssen Sie aufpassen, daß Sie sich auf der
Tanzfläche nicht wieder verlieren.
- Sie können 'sie' auch einfach packen und auf die Tanzfläche - oder an die Bar
- stellen. Diese Nummer muß allerdings gekonnt sein, wenn Sie sich keine
Ohrfeige einhandeln wollen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie seinen Superman,
der Louis Lane vor einem Bösewicht rettet. Dann dürfte es schon klappen.
- 'Zwhimsyihwrhnrh?' Wenn sie Ihr unverständlichen Gebrüll nicht versteht, wird
sie, wenn Sie ihr Typ sind, mit in eine ruhige Ecke kommen. Dann können Sie sie
in aller Ruhe fragen, ob sie noch dableiben oder das Lokal wechseln möchte.
- in Punk- und Rockerdiskotheken können Sie lässig eine Zigarette aus dem linken
oder rechten Mundwinkel hängen lassen und: 'Na, was ist mit uns!' (oder ähnlich)
zischen.
Im Kaufhaus
Prinzipiell haben Sie in jeder Abteilung Gelegenheit, genau das, oder vielmehr
die, zu finden, die Sie suchen: Hinter den Theken und Kassen wimmelt es nur so
von weiblichen Wesen aller Altersgruppen und Typen: vom jungen Mädchen, das den
Job nur so lange macht, bis es geheiratet wird und sich dann nur noch der
Familie widmet, bis zur Studentin, die sich ihre Berufsausbildung verdient und
nicht im Traum daran denkt, eines Tages nur Ihre Blumen zu gießen und Ihre
Kinder zu kriegen.
'Vorsortiert' haben Sie die Frauen auch relativ schnell, weil die meisten von
Ihnen auch heute noch dazu neigen, einen Verlobungs- oder Ehering zu tragen,
wenn sie einen besitzen.
Personal
Mit dem Personal anzubandeln ist das geringste Problem. Schließlich ist es dazu
da, Sie zu beraten und Ihnen bei den Einkäufen zu helfen. Dabei läßt sich,
selbst wenn Sie nicht zu den einfallsreichsten Männern gehören, mühelos eine
Gespräch anfangen. Was Sie allerdings unter keinen Umständen tun dürfen, ist,
einer Verkäuferin, gleichgültig, ob sie im Streß steht oder nicht, den Nerv
damit zu töten, daß Sie sie stundenlang beschäftigen und dann nicht einmal eine
Tafel Schokolade oder einen Teller kaufen. Sonst könnte sie schnell das Gefühl
bekommen, Sie wollen sie auf - nicht in - den Arm nehmen. Versuchen Sie's statt
dessen mal mit der Masche, die mein Freund Thomas außerordentlich erfolgreich
anwendet: Anstatt an einem Tag die sechs Teller, die er brauchte, zu kaufen,
erstand er jeden Tag - bei derselben Verkäuferin, versteht sich - einen. Bis sie
ihn, ohne indiskret zu sein zu wollen, fragte, was er damit bezwecke. 'Sie
kennenlernen war seine Antwort. Dazu gab sie ihm daraufhin auch prompt
Gelegenheit... Thomas hat es auch schon fertiggebracht, jeden Tag ein paar
Handschuhe, ein kleines Kinderspielzeug, einen Kamm, eine Schallplatte, und was
weiß ich noch, zu kaufen. Immer so lange, bis die Verkäuferin, die er aufreißen
wollte, ihn endlich auf seine eigenartige Gewohnheit ansprach...
In der Möbelabteilung ist diese Masche natürlich kaum drin. Es sei denn, Sie
wollen sich sowieso gerade neu einrichten. Aber es gibt noch andere
Möglichkeiten, mit dem Personal warm zu werden: - Drücken Sie ihr einfach einen
kleinen Frühlingsstrauß - wenn's unbedingt sein muß, auch eine Rose - in die
Hand. Dazu können Sie dann sagen: 'Ich wollte ihnen nur eine kleine Freude
machen, damit sie was zu lachen haben, wenn irgendein Kunde sie heute nervt.' -
Laden Sie sie einfach zu einem Kaffee, einem Drink, einem Essen ein. 'Ich würde
Sie gern kennenlernen, aber hier kann man so schlecht reden.' oder 'Das
Kantinenessen kennen sie sicher schon auswendig, hätten sie Lust, mit mir ins
Restaurant zu gehen?' (Wenn die Mittagspause zu kurz ist, um außerhalb essen zu
gehen, schlagen Sie das Kaufhausrestaurant - nicht den Schnellimbiß! - vor. Das
ist immer noch besser als die Kantine.) - Wenn sie - kurz vor Geschäftsschluß -
einen gestreßten Eindruck macht, sagen Sie einfach: 'Sie sehen ganz so aus, als
könnten Sie einen Drink gebrauchen...'
Kundinnen
Auch hier haben Sie grundsätzlich in jeder Kaufhausabteilung Gelegenheit, mit
einer Frau anzubandeln. Die Baby- und Kinderabteilung und das Spielwaren- und
Herrenbekleidungsdepartement sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber auch hier
ist es absolut drin, daß 'sie' für ihr Patenkind oder ihren Vater einkauft.
Um in der Damenbekleidungsabteilung auf Jagd zu gehen, brauchen Sie wohl ein
wenig mehr Chuzpe als in anderen Abteilungen - schließlich haben Sie da als Mann
nichts zu suchen. Es sein denn, Sie wollen ihrer Schwester oder Mutter einen
Pullover, eine Bluse schenken. Und wenn das so ist, können Sie natürlich eine
Kundin, deren geschmackvolle Erscheinung Sie bewundern, um Rat und Hilfe
bitten... Bei selbiger Gelegenheit können Sie natürlich über eine Frau stolpern,
die gerade ein Kleid, eine Bluse, einen Hosenanzug anprobiert und sich derzeit
damit begnügt, den Spiegel nach seiner Meinung zu fragen. Schon können Sie
einhaken und ihr sagen, ob ihr besagtes Kleidungsstück steht. Und wie. Und
natürlich, daß Sie nichts mehr entzücken würde, als wenn die Trägerin das neue
Kleid mit Ihnen einweihen würde. Bei einer Tasse Kaffee. Oder Tee. Oder, wenn's
ein schickes ist, bei einem Theaterbesuch...
Die Parfümerieabteilung ist als Jagdrevier wie geschaffen. Eine Frau, die sich
ihr eigenes Parfum kauft, hat zumeist keinen Mann greifbar, der es ihr schenkt.
Wenn Sie gerade gut bei Kasse sind und die Frau Sie wirklich fasziniert, können
Sie, unter Aufbietung Ihres gesamten Charmes, sagen: 'Ich finde, keine Frau
sollte sich ihr Parfum alleine kaufen - lassen Sie mich das mal machen.' Dann
gehen Sie damit zur Kasse, zahlen, drücken ihr die Tüte in die Hand und machen
auf dem Absatz kehrt. Nicht zu schnell, versteht sich, denn sie soll ja noch
Gelegenheit haben, Ihnen nachzukommen und Dankeschön zu sagen... Dieses
Spielchen müssen Sie dann besonders cool weiterspielen. Sie soll ja schließlich
nicht glauben, daß Sie sie 'kaufen' wollten. So trinken Sie mit ihr am besten
noch eine Tasse Kaffee - und verabreden sich für einen anderen Tag... Bei
Parfümerieartikeln, wie Haarwaschmitteln, Seife, Badezusätzen, können Sie als
Mann ruhig 'ihren' Rat holen. 'Was hilft gegen Schuppen?' fragen Sie natürlich
NICHT! Oder Sie können sich einfach eine Dame greifen und sie bitten, Ihnen bei
der Auswahl eines Rasierwassers, eines Eau de toilette oder was der Herr sonst
noch braucht, behilflich zu sein. Woher sollen Sie wissen, ob ein Duft Ihnen
steht, wenn niemand da ist, den Sie fragen können?
Den Trick, sich von Ihr helfen zu lassen, können Sie auch in anderen Abteilungen
anwenden. Gleichgültig, wo Sie der Frau, die Sie anmachen wollen, über den Weg
laufen, fragen Sie sie einfach, ob sie ein paar Minuten Zeit hat und so lieb
wäre, Ihnen behilflich zu sein, eine neue Krawatte, ein Hemd, Manschettenknöpfe,
einen Anzug auszusuchen... Das tun Sie allerdings nur, wenn Sie gerade wirklich
eine Krawatte, ein Hemd, Manschettenknoepfe, einen Anzug brauchen. Denn Sie
sollen dann ihrem Rat auch folgen und besagtes Stück kaufen. Es sei denn, ihr
Geschmack so unterentwickelt, daß Sie sich darin nicht blicken lassen können.
Aber dann haben Sie sowieso nicht viel verloren, wenn Sie die Dame verärgern.
Sollte es in dem Kaufhaus, in dem Sie gerade sind, nichts nach Ihrer beiden
Geschmack geben, können Sie sie vielleicht dazu bringen, mit Ihnen noch in einem
anderen Laden nach dem was Sie erstehen wollen, zu suchen. Es muß ja nicht heute
sein, wenn sie in diesem Augenblick keine Zeit mehr hat... Es versteht sich wohl
weiterhin von selbst, das Sie das Kleidungsstück, daß Sie mit ihr ausgesucht
haben, nun auch gerne mit ihr zusammen ausführen würden...
Mit einer Frau, die unzählige Plastiktüten schleppt, ins Gespräch zu kommen,
gehört zu den simpelsten Methoden, die Sie in einem Kaufhaus anwenden können.
Bieten Sie 'ihr' einfach an, den ganzen Kram zu tragen, weil Sie es nicht mit
ansehen können, daß sie sich so abrackert. Gleichzeitig können Sie sie zu einem
Kaffee einladen, denn vom vielen Einkaufen ist sie sicher ganz kaputt...
Apropos Kaufhauscafeteria: Eine der hübschesten Aufreißmethoden, die mir
bekanntgeworden sind, war folgende: Ein junger Mann, der sich neben eine Frau
mit den vielen Tüten setzte, und selbst in etwa die gleiche Anzahl Einkaufstüten
in der Hand hatte, bot ihr einfach an, die Einkaufe auszupacken. 'Mein
Rasierapparat gegen ihre Aretha-Franklin- und Ray-Charles Platten. So kann ich
mich wenigstens bei Ihnen rasieren, und Sie können die Platten jederzeit bei mir
hören.' 'Ihre Bluse gegen meinen Pullover, so können Sie sich bei mir und ich
mich bei Ihnen umziehen...' Wenn Sie es schaffen, diese Nummer charmant und
witzig zu bringen, kann es durchaus sein, daß 'ihre' Bluse wirklich in Ihrem
Schrank landet und sie dafür Ihren Rasierapparat in ihrem Badezimmer
deponiert...
Die Schallplattenabteilung bietet ebenfalls ein großes Sortiment - nicht nur an
Musik, sondern auch an Frauen. Hier haben Sie den besonderen Vorteil, daß Sie
die Frau, die Ihnen gefällt, durch die Wahl ihrer Käufe erkennen können. Wenn
'ihr' Geschmack auch der Ihre ist, haben Sie wenigstens schon eine
Gemeinsamkeit, die Sie 'entdecken' können. Wenn sie allerdings Stockhausen oder
Heintje zur Kasse trägt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Wollen Sie sich das
wirklich antun? Falls Sie es wirklich nicht lassen können, bleibt Ihnen
höchstens noch eines: 'Fragen Sie sie, wem sie die LP zum Geburtstag schenkt.
Wenn sie Sie daraufhin ungläubig anschaut oder gleich in Lobeshymnen über die
Musik ausbricht, gibt es nur noch eines: Ergreifen Sie, so schnell Sie können,
die Flucht...
Die Sportabteilung ist, vorausgesetzt Sie sind selbst sportlich - oder zumindest
einigermaßen gelenkig - ein vorzügliches Jagdrevier. Wenn 'sie' einen
Tennisschläger kauft, können Sie sie fragen, wo sie spielt, wenn sie Reithosen
kauft, wo sie reitet, wenn sie Skier kauft, wo sie Ski fährt - und so weiter.
Und dann können Sie sie ganz einfach fragen, ob sie nicht Lust hätte, mal in
Ihren Club mitzukommen - vorausgesetzt, Sie haben einen...
In der Haushaltswarenabteilung wird es schon schwieriger. Zu Kochlöffeln und
Dampfkochtöpfen kann einem beim besten Willen nicht viel einfallen. Hier heißt
die Devise: weg vom direkten Thema. Sagen Sie statt dessen einfach: 'Wenn Sie
hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, würde ich Sie gern zu einem Kaffee
einladen.' Oder: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, können
Sie sicherlich jemanden zum Tütenträgen gebrauchen. Hier bin ich.'
Das Geschenkartikeldepartement hingegen bietet wieder viele Anknüpfungspunkte.
Schnick - Schnack - Boutiquen natürlich ebenso. Hier können Sie die Dame, auf
die Sie es abgesehen haben, mal wieder um Rat bitten. 'Meine Sekretärin hat
letztlich so viele Überstunden gemacht, mein Sie, eine Frau würde sich über...
freuen?' Oder: 'Meine Cousine gehört zu den Frauen, die einfach alles haben.
Glauben Sie, dies hier wäre was Nettes für jemanden, von dem man nicht weiß, was
man ihm schenken soll?' Oder: 'Vielleicht können Sie mir helfen. Einmal brauche
ich ein Gastgeschenk für eine Party, und zweitens würde ich Sie gern zu dieser
Party mitnehmen...' (Sollten Sie diesen Spruch bringen, müssen Sie natürlich
umgehend dafür sorgen, daß jemand in Ihrem Bekanntenkreis schnellstens eine
schmeißt!) Sie können sie natürlich auch fragen, welches Gesellschaftsspiel Sie
kaufen sollen - und sie dann einladen, mitzuspielen...
In der Schreibwarenabteilung können Sie verschiedene Kugelschreiber oder
Füllfederhalter ausprobieren. Es versteht sich von selbst, daß Sie damit
irgendeinen netten Satz oder Ihre Telefonnummer aufschreiben und ihr den Zettel
in die Hand drücken. (Wie geduldig Papier ist, steht auf einem anderen Blatt.)
Oder Sie können eine Karte mit einem witzigen Text aussuchen und sie ihr -
versehen mit (leserlicher!) Unterschrift und Telefonnummer - mit Worten wie:
'...die habe ich gerade für Sie gefunden...' geben.
Wie Sie sehen, sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und mit ein wenig
Geschick können Sie eine Frau sogar dazu bringen, daß sie die Delikatessen, die
sie in der Lebensmittelabteilung kauft, noch am selben Tag mit Ihnen verzehrt...
Im Supermarkt
Prinzipiell haben Sie in jeder Abteilung Gelegenheit, genau das, oder vielmehr
die, zu finden, die Sie suchen: Hinter den Theken und Kassen wimmelt es nur so
von weiblichen Wesen aller Altersgruppen und Typen: vom jungen Mädchen, das den
Job nur so lange macht, bis es geheiratet wird und sich dann nur noch der
Familie widmet, bis zur Studentin, die sich ihre Berufsausbildung verdient und
nicht im Traum daran denkt, eines Tages nur Ihre Blumen zu gießen und Ihre
Kinder zu kriegen.
'Vorsortiert' haben Sie die Frauen auch relativ schnell, weil die meisten von
Ihnen auch heute noch dazu neigen, einen Verlobungs- oder Ehering zu tragen,
wenn sie einen besitzen.
Personal
Mit dem Personal anzubandeln ist das geringste Problem. Schließlich ist es dazu
da, Sie zu beraten und Ihnen bei den Einkäufen zu helfen. Dabei läßt sich,
selbst wenn Sie nicht zu den einfallsreichsten Männern gehören, mühelos eine
Gespräch anfangen. Was Sie allerdings unter keinen Umständen tun dürfen, ist,
einer Verkäuferin, gleichgültig, ob sie im Streß steht oder nicht, den Nerv
damit zu töten, daß Sie sie stundenlang beschäftigen und dann nicht einmal eine
Tafel Schokolade oder einen Teller kaufen. Sonst könnte sie schnell das Gefühl
bekommen, Sie wollen sie auf - nicht in - den Arm nehmen. Versuchen Sie's statt
dessen mal mit der Masche, die mein Freund Thomas außerordentlich erfolgreich
anwendet: Anstatt an einem Tag die sechs Teller, die er brauchte, zu kaufen,
erstand er jeden Tag - bei derselben Verkäuferin, versteht sich - einen. Bis sie
ihn, ohne indiskret zu sein zu wollen, fragte, was er damit bezwecke. 'Sie
kennenlernen war seine Antwort. Dazu gab sie ihm daraufhin auch prompt
Gelegenheit... Thomas hat es auch schon fertiggebracht, jeden Tag ein paar
Handschuhe, ein kleines Kinderspielzeug, einen Kamm, eine Schallplatte, und was
weiß ich noch, zu kaufen. Immer so lange, bis die Verkäuferin, die er aufreißen
wollte, ihn endlich auf seine eigenartige Gewohnheit ansprach...
In der Möbelabteilung ist diese Masche natürlich kaum drin. Es sei denn, Sie
wollen sich sowieso gerade neu einrichten. Aber es gibt noch andere
Möglichkeiten, mit dem Personal warm zu werden: - Drücken Sie ihr einfach einen
kleinen Frühlingsstrauß - wenn's unbedingt sein muß, auch eine Rose - in die
Hand. Dazu können Sie dann sagen: 'Ich wollte ihnen nur eine kleine Freude
machen, damit sie was zu lachen haben, wenn irgendein Kunde sie heute nervt.' -
Laden Sie sie einfach zu einem Kaffee, einem Drink, einem Essen ein. 'Ich würde
Sie gern kennenlernen, aber hier kann man so schlecht reden.' oder 'Das
Kantinenessen kennen sie sicher schon auswendig, hätten sie Lust, mit mir ins
Restaurant zu gehen?' (Wenn die Mittagspause zu kurz ist, um außerhalb essen zu
gehen, schlagen Sie das Kaufhausrestaurant - nicht den Schnellimbiß! - vor. Das
ist immer noch besser als die Kantine.) - Wenn sie - kurz vor Geschäftsschluß -
einen gestreßten Eindruck macht, sagen Sie einfach: 'Sie sehen ganz so aus, als
könnten Sie einen Drink gebrauchen...'
Kundinnen
Auch hier haben Sie grundsätzlich in jeder Kaufhausabteilung Gelegenheit, mit
einer Frau anzubandeln. Die Baby- und Kinderabteilung und das Spielwaren- und
Herrenbekleidungsdepartement sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber auch hier
ist es absolut drin, daß 'sie' für ihr Patenkind oder ihren Vater einkauft.
Um in der Damenbekleidungsabteilung auf Jagd zu gehen, brauchen Sie wohl ein
wenig mehr Chuzpe als in anderen Abteilungen - schließlich haben Sie da als Mann
nichts zu suchen. Es sein denn, Sie wollen ihrer Schwester oder Mutter einen
Pullover, eine Bluse schenken. Und wenn das so ist, können Sie natürlich eine
Kundin, deren geschmackvolle Erscheinung Sie bewundern, um Rat und Hilfe
bitten... Bei selbiger Gelegenheit können Sie natürlich über eine Frau stolpern,
die gerade ein Kleid, eine Bluse, einen Hosenanzug anprobiert und sich derzeit
damit begnügt, den Spiegel nach seiner Meinung zu fragen. Schon können Sie
einhaken und ihr sagen, ob ihr besagtes Kleidungsstück steht. Und wie. Und
natürlich, daß Sie nichts mehr entzücken würde, als wenn die Trägerin das neue
Kleid mit Ihnen einweihen würde. Bei einer Tasse Kaffee. Oder Tee. Oder, wenn's
ein schickes ist, bei einem Theaterbesuch...
Die Parfümerieabteilung ist als Jagdrevier wie geschaffen. Eine Frau, die sich
ihr eigenes Parfum kauft, hat zumeist keinen Mann greifbar, der es ihr schenkt.
Wenn Sie gerade gut bei Kasse sind und die Frau Sie wirklich fasziniert, können
Sie, unter Aufbietung Ihres gesamten Charmes, sagen: 'Ich finde, keine Frau
sollte sich ihr Parfum alleine kaufen - lassen Sie mich das mal machen.' Dann
gehen Sie damit zur Kasse, zahlen, drücken ihr die Tüte in die Hand und machen
auf dem Absatz kehrt. Nicht zu schnell, versteht sich, denn sie soll ja noch
Gelegenheit haben, Ihnen nachzukommen und Dankeschön zu sagen... Dieses
Spielchen müssen Sie dann besonders cool weiterspielen. Sie soll ja schließlich
nicht glauben, daß Sie sie 'kaufen' wollten. So trinken Sie mit ihr am besten
noch eine Tasse Kaffee - und verabreden sich für einen anderen Tag... Bei
Parfümerieartikeln, wie Haarwaschmitteln, Seife, Badezusätzen, können Sie als
Mann ruhig 'ihren' Rat holen. 'Was hilft gegen Schuppen?' fragen Sie natürlich
NICHT! Oder Sie können sich einfach eine Dame greifen und sie bitten, Ihnen bei
der Auswahl eines Rasierwassers, eines Eau de toilette oder was der Herr sonst
noch braucht, behilflich zu sein. Woher sollen Sie wissen, ob ein Duft Ihnen
steht, wenn niemand da ist, den Sie fragen können?
Den Trick, sich von Ihr helfen zu lassen, können Sie auch in anderen Abteilungen
anwenden. Gleichgültig, wo Sie der Frau, die Sie anmachen wollen, über den Weg
laufen, fragen Sie sie einfach, ob sie ein paar Minuten Zeit hat und so lieb
wäre, Ihnen behilflich zu sein, eine neue Krawatte, ein Hemd, Manschettenknöpfe,
einen Anzug auszusuchen... Das tun Sie allerdings nur, wenn Sie gerade wirklich
eine Krawatte, ein Hemd, Manschettenknoepfe, einen Anzug brauchen. Denn Sie
sollen dann ihrem Rat auch folgen und besagtes Stück kaufen. Es sei denn, ihr
Geschmack so unterentwickelt, daß Sie sich darin nicht blicken lassen können.
Aber dann haben Sie sowieso nicht viel verloren, wenn Sie die Dame verärgern.
Sollte es in dem Kaufhaus, in dem Sie gerade sind, nichts nach Ihrer beiden
Geschmack geben, können Sie sie vielleicht dazu bringen, mit Ihnen noch in einem
anderen Laden nach dem was Sie erstehen wollen, zu suchen. Es muß ja nicht heute
sein, wenn sie in diesem Augenblick keine Zeit mehr hat... Es versteht sich wohl
weiterhin von selbst, das Sie das Kleidungsstück, daß Sie mit ihr ausgesucht
haben, nun auch gerne mit ihr zusammen ausführen würden...
Mit einer Frau, die unzählige Plastiktüten schleppt, ins Gespräch zu kommen,
gehört zu den simpelsten Methoden, die Sie in einem Kaufhaus anwenden können.
Bieten Sie 'ihr' einfach an, den ganzen Kram zu tragen, weil Sie es nicht mit
ansehen können, daß sie sich so abrackert. Gleichzeitig können Sie sie zu einem
Kaffee einladen, denn vom vielen Einkaufen ist sie sicher ganz kaputt...
Apropos Kaufhauscafeteria: Eine der hübschesten Aufreißmethoden, die mir
bekanntgeworden sind, war folgende: Ein junger Mann, der sich neben eine Frau
mit den vielen Tüten setzte, und selbst in etwa die gleiche Anzahl Einkaufstüten
in der Hand hatte, bot ihr einfach an, die Einkaufe auszupacken. 'Mein
Rasierapparat gegen ihre Aretha-Franklin- und Ray-Charles Platten. So kann ich
mich wenigstens bei Ihnen rasieren, und Sie können die Platten jederzeit bei mir
hören.' 'Ihre Bluse gegen meinen Pullover, so können Sie sich bei mir und ich
mich bei Ihnen umziehen...' Wenn Sie es schaffen, diese Nummer charmant und
witzig zu bringen, kann es durchaus sein, daß 'ihre' Bluse wirklich in Ihrem
Schrank landet und sie dafür Ihren Rasierapparat in ihrem Badezimmer
deponiert...
Die Schallplattenabteilung bietet ebenfalls ein großes Sortiment - nicht nur an
Musik, sondern auch an Frauen. Hier haben Sie den besonderen Vorteil, daß Sie
die Frau, die Ihnen gefällt, durch die Wahl ihrer Käufe erkennen können. Wenn
'ihr' Geschmack auch der Ihre ist, haben Sie wenigstens schon eine
Gemeinsamkeit, die Sie 'entdecken' können. Wenn sie allerdings Stockhausen oder
Heintje zur Kasse trägt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Wollen Sie sich das
wirklich antun? Falls Sie es wirklich nicht lassen können, bleibt Ihnen
höchstens noch eines: 'Fragen Sie sie, wem sie die LP zum Geburtstag schenkt.
Wenn sie Sie daraufhin ungläubig anschaut oder gleich in Lobeshymnen über die
Musik ausbricht, gibt es nur noch eines: Ergreifen Sie, so schnell Sie können,
die Flucht...
Die Sportabteilung ist, vorausgesetzt Sie sind selbst sportlich - oder zumindest
einigermaßen gelenkig - ein vorzügliches Jagdrevier. Wenn 'sie' einen
Tennisschläger kauft, können Sie sie fragen, wo sie spielt, wenn sie Reithosen
kauft, wo sie reitet, wenn sie Skier kauft, wo sie Ski fährt - und so weiter.
Und dann können Sie sie ganz einfach fragen, ob sie nicht Lust hätte, mal in
Ihren Club mitzukommen - vorausgesetzt, Sie haben einen...
In der Haushaltswarenabteilung wird es schon schwieriger. Zu Kochlöffeln und
Dampfkochtöpfen kann einem beim besten Willen nicht viel einfallen. Hier heißt
die Devise: weg vom direkten Thema. Sagen Sie statt dessen einfach: 'Wenn Sie
hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, würde ich Sie gern zu einem Kaffee
einladen.' Oder: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, können
Sie sicherlich jemanden zum Tütenträgen gebrauchen. Hier bin ich.'
Das Geschenkartikeldepartement hingegen bietet wieder viele Anknüpfungspunkte.
Schnick - Schnack - Boutiquen natürlich ebenso. Hier können Sie die Dame, auf
die Sie es abgesehen haben, mal wieder um Rat bitten. 'Meine Sekretärin hat
letztlich so viele Überstunden gemacht, mein Sie, eine Frau würde sich über...
freuen?' Oder: 'Meine Cousine gehört zu den Frauen, die einfach alles haben.
Glauben Sie, dies hier wäre was Nettes für jemanden, von dem man nicht weiß, was
man ihm schenken soll?' Oder: 'Vielleicht können Sie mir helfen. Einmal brauche
ich ein Gastgeschenk für eine Party, und zweitens würde ich Sie gern zu dieser
Party mitnehmen...' (Sollten Sie diesen Spruch bringen, müssen Sie natürlich
umgehend dafür sorgen, daß jemand in Ihrem Bekanntenkreis schnellstens eine
schmeißt!) Sie können sie natürlich auch fragen, welches Gesellschaftsspiel Sie
kaufen sollen - und sie dann einladen, mitzuspielen...
In der Schreibwarenabteilung können Sie verschiedene Kugelschreiber oder
Füllfederhalter ausprobieren. Es versteht sich von selbst, daß Sie damit
irgendeinen netten Satz oder Ihre Telefonnummer aufschreiben und ihr den Zettel
in die Hand drücken. (Wie geduldig Papier ist, steht auf einem anderen Blatt.)
Oder Sie können eine Karte mit einem witzigen Text aussuchen und sie ihr -
versehen mit (leserlicher!) Unterschrift und Telefonnummer - mit Worten wie:
'...die habe ich gerade für Sie gefunden...' geben.
Wie Sie sehen, sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und mit ein wenig
Geschick können Sie eine Frau sogar dazu bringen, daß sie die Delikatessen, die
sie in der Lebensmittelabteilung kauft, noch am selben Tag mit Ihnen verzehrt...
Sie brauchen nur in ihren Einkaufskorb zu schauen, und schon haben Sie eine
grobe Vorstellung davon, mit welcher Art von Frau Sie drauf und dran sind
anzubandeln. Von vier Typen Frau können Sie gleich die Finger lassen:
- wenn sie Babynahrung kauft. Denn dann hat sie wahrscheinlich anderes zu tun,
als mit Ihnen eine Affaire anzufangen.
- wenn ihr Korb mit Gesundheitsfutter angefüllt ist. Dann lebt sie mit großer
Wahrscheinlichkeit makrobiologisch, und das ist ein anderer Trip als der, den
Sie mit ihr vorhaben.
- wenn sie nur abgepackte Waren einsammelt. Eine Frau, die nur aus Dosen kocht
und Wurst und Käse abgepackt kauft, beweist damit so wenig Phantasie, daß sie
Ihnen nach spätestens drei Tagen (wenn nicht schon am ersten Abend) langweilig
ist.
- wenn sie von allem Familienpackungen einsammelt und auch ansonsten große
Portionen (die allerdings nicht groß genug sind, um auf eine Party schließen zu
lassen) einkauft. Dann hat sie vermutlich eine entsprechend große Familie, die
ihr wohl kaum Zeit lassen wird, sich noch mit Ihnen zu beschäftigen
Alle anderen Frauen allerdings, es sei denn, sie haben einen funkelnagelneuen
goldenen Ring an der rechten Hand, sind ein Versuch wert, sie anzusprechen. Um
sich aus der Masse der Männer, für die der Supermarkt ständiges Jagdrevier ist,
herauszuheben, hier gleich die abgedroschenen Sprüche, die Sie auf keinen Fall
bringen sollten:
- 'Können Sie mir sagen, wie lange ich ein Huhn braten muß?' Dieser Satz ist
gleich aus drei Gründen dämlich: Einmal ist die Bratdauer auf der Plastikhülle
des tiefgefrorenen Federviehs angegeben - und wenn Sie es frisch kaufen, können
Sie den Metzger fragen. Zweitens gibt es Kochbücher, in denen Sie solche Dinge
nachlesen können, und drittens sind Männer, vorausgesetzt, sie kochen überhaupt,
bessere Köche als Frauen. (Oder kennen Sie einen berühmten weiblichen Chef der
Cuisine?) Sind sie es nicht, gehen sie essen.
- 'Wo finde ich hier die grünen Bohnen?' ist ebenfalls tabu. Zumal Sie mit so
einer Frage nur zu den grünen Bohnen, aber nicht zu einem Gespräch kommen.
- 'Welches Fleisch kaufe ich am besten für ein Abendessen mit meiner Mutter und
Schwester?' ist auch eine alberne Frage.
Aber:
- Welches Fleisch oder welchen Fisch soll ich besorgen, wenn ich Sie zum Essen
einladen möchte?' klingt schon ganz anders...
- Sie können 'sie' natürlich auch fragen, ob sie das, was sie gerade eingekauft,
heute für sich selber kochen möchte, und ihr vorschlagen, dasselbe noch einmal
zu besorgen, damit es für Sie beide reicht.
- Oder Sie können Ihr vorschlagen, daß sie das, was sie da eingekauft hat, in
den Kühlschrank legt und statt dessen heute Abend mit Ihnen essen geht.
- Sie können sie auch fragen, was sie mit der Ente vorhat, und ihr anbieten, daß
Sie das Tier nach Ihrem Spezialrezept (das Sie natürlich in diesem Fall haben
müssen!) zubereiten.
- Sie können Ihren Einkaufskorb mit Oliven, Erdnüssen, Chips, Cashewnüssen,
verschiedenen offenen Käsesorten und ein paar Flaschen Champagner füllen, damit
auf sie zugehen und sie fragen, ob Sie damit die richtige Auswahl für einen
gemütlichen Abend mit ihr getroffen hätten - oder was sie sonst noch gern mag...
- Sie können, wenn Sie eine Ahnung haben, was es bei 'ihr' zu essen geben soll,
dieselben Lebensmittel einkaufen und ihr ein Wettkochen vorschlagen. Mit ihr
oder Ihnen als erstem Preis für den Sieger.
- Sie können ihr ganz einfach sagen, daß Sie hoffen, daß sie ihre Spaghetti 'al
dente' kocht - so mögen Sie sie nämlich am liebsten.
- Sie können auch mit leerem Einkaufskorb auf sie zugehen und ihr sagen, daß ihr
Anblick Sie so verwirrt hat, daß Sie völlig vergessen haben, was Sie eigentlich
einkaufen wollten. Und sie dann natürlich bitten, Ihnen zu helfen, ein Essen
zusammenzustellen. Am besten natürlich eins für zwei...
- Sie können ihr einfach den - noch möglichst leeren - Korb aus der Hand nehmen
und sagen: 'Heute brauchen Sie nicht einzukaufen. Ich hab' schon mehr als genug
für zwei...' (Das Hunde- oder Katzenfutter, das sie eingesammelt hat, legen Sie
einfach mit in Ihren Korb. Die Zahnpasta selbstverständlich auch!)
- Sie nehmen ihr am Ausgang die Tüten ab und sagen, daß Sie nun ihre Einkäufe
nach Hause tragen.
- Sie können sie auch fragen, welcher Wein ihrer Ansicht nach gut ist, ein paar
Flaschen davon in Ihren Korb legen und sagen: 'Gut, und was brauchen wir zu
essen?'
- Sollte eine Frau, die hauptsächlich Dosen- und Tütenfutter kauft, Sie allein
dadurch noch nicht genug abgeschreckt haben, können Sie ihr auch den Korb aus
der Hand nehmen, ihn wegstellen und sagen: 'Nun fangen wir noch einmal von vorne
an. Selbstgemachte Reibekuchen, hausgemachtes Gulasch (oder was immer sie in
ihrem Korb hatte) sind nämlich meine Spezialität...
- Sie können natürlich, auch wenn es Überwindung kostet, Ihren Korb mit
Dosenfutter Füllen und dann mit traurigem Blick zu ihr sagen: 'Es wäre zu schön,
wenn Sie sich meiner erbarmen und entweder mit mir essen gehen oder mal für mich
mitkochen könnten. Dieser Dosenfraß hängt mir nämlich zum Halse raus, aber ich
kann leider nicht kochen. Und immer alleine essen zu gehen ist auch nicht
sonderlich appetitanregend.' (Das setzt natürlich voraus, daß Sie zu dem
verschwindend geringen Prozentsatz von Männern gehören, die wirklich nicht mal
ein Spiegelei braten können!) Was tun, wenn die Frau, in die Sie hineinrennen,
schon verheiratet ist? Wie bei allen anderen Zweierbeziehungen ergeben sich auch
hier prinzipiell vier verschiedene Möglichkeiten:
- Sie mögen sich, haben Spaß miteinander, aber keiner von beiden ist in den
anderen verliebt.
- Sie sehen die Beziehung locker
- sie liebt Sie heiß und innig,
- Sie lieben sie abgöttisch, aber sie betrachtet Sie nur als eine willkommene
Abwechslung ihres müden Ehelebens.
- Sie stellen beide fest, daß Sie nicht mehr ohne einander leben können.
Im ersten Fall ist die Sache amüsant und unkompliziert. Wie Sie sich hier
verhalten, braucht Ihnen niemand zu erklären. Im zweiten Fall sieht das Ganze
schon völlig anders aus. Vor allem dann, falls Sie auf die Idee kommen sollten,
ihr die große Liebe (die Sie nicht empfinden) vorzuspielen. Vielleicht wußten
Sie es noch nicht, aber die folgenden zwei Punkte sind harte Tatsachen:
- Heutzutage reichen zunehmend mehr Frauen als Männer die Scheidung ein.
- Frauen zeigen in puncto Liebe mehr Konsequenz als Männer. Während letztere
sich, weil es ach so bequem (und generell wohl auch weniger kostspielig) ist
problemlos eine Ehefrau fürs Grobe und eine Geliebte für die Feinheiten halten,
verhalten Frauen sich anders. Sie sind wesentlich eher dazu bereit, für den
Mann, den sie wirklich lieben, Ihren Ehemann und die damit verbundene
finanzielle Sicherheit aufzugeben.
Treiben Sie das Spielchen, sie dem anderen auszuspannen, also nicht auf die
Spitze. Sonst könnte sie eines Tages mit oder ohne Kind, aber bestimmt mit
Koffer und Make-up vor Ihrer Tür stehen. Dann können Sie ihr zwar immer noch
sagen, daß die Liebesschwüre, die Sie ihr gemacht haben, gar nicht ernstgemeint
waren - aber der Zeitpunkt wäre doch ein wenig ungünstig gewählt. Im schlimmsten
Fall müssen Sie die Beziehung zu dieser Frau gleich abbrechen - Sie finden hier
schließlich genügend Anleitung dafür, wie man heute Frauen aufreißt.
Sollten Sie sie allerdings lieben und sie Sie nicht, dann möchte ich, ehrlich
gesagt, nicht in Ihrer Haut stecken. Auch hier ist wohl das einzig Vernünftige,
die begonnene Affaire - auch wenn's verflixt wehtut - kurz und bündig
abzubrechen, statt ein Leben im Schatten des anderen zu führen.
Ihr größter Trost: Was wollen Sie mit einer Frau, die Sie nicht liebt? Als
Freizeit-Amusement zur Verfügung zu stehen, sind Sie sich hoffentlich zu schade.
Was den vierten Fall betrifft, so ist er leider auch nicht immer mit einem
Happy-End versehen. Denn auch wenn Frauen in der Regel durchaus dazu bereit
sind, Haus und Hof für den Mann ihres Lebens zu verlassen, können Sie
ausgerechnet an die eine geraten sein, die das nicht tut.
Dafür, wie Ihre Chancen stehen, gibt es eine Faustregel: Wenn sie 'ihn' für Sie
verläßt, dann tut sie das entweder relativ schnell - innerhalb eines Jahres -
oder gar nicht. Schafft sie es aus verschiedenen Gründen nicht, sich voll und
ganz für Sie zu entscheiden, dann müssen Sie entscheiden, ob Sie in der Lage
sind, mit der Beziehung, so wie sie ist, klarzukommen. Was Sie auf keinen Fall
tun dürfen ist:
- Sie anrufen, und wenn 'er' am Apparat ist, wortlos wieder einhängen. Wenn er
Oliver heißt, dann fragen Sie eben, ob Sie Christoph sprechen können - zu dumm,
Sie waren falsch verbunden. (Oft können Sie diese Masche natürlich nicht bringen
- aber Sie müssen sich nun einmal damit abfinden, daß Sie mit Ihrem Telefonat
warten müssen, bis 'er' das Haus verlassen hat - oder auf ihren Anruf warten.
- an Wochenenden, gesetzlichen Feiertagen, Festen wie Ostern, Weihnachten,
Silvester darüber nachzudenken, was 'sie' nun gerade tun oder lassen mag. So
albern es klingt: Unternehmen Sie etwas! Nach Möglichkeit nicht alleine, sondern
mit Freunden (frisch verliebte/verheiratete Pärchen ausgenommen!).
- 'sie' emotionell zu erpressen versuchen. Wenn sie Sie auch liebt, wird es ihr
schwer genug fallen, jeden Morgen neben dem falschen Mann aufzuwachen und ihren
Kindern gegenüber die glückliche Mutter zu spielen. Und sich die Stunden, die
sie mit Ihnen verbringt, stehlen zu müssen.
- eines Tages festzustellen, daß es doch nicht mehr so weitergeht und im Alkohol
Vergessen zu suchen. Holen Sie statt dessen lieber dieses File von der Diskette,
auf der es in der letzten Zeit unbeachtet herumgelegen hat, und machen Sie einen
Spaziergang, gehen Sie in ein Museum, auf eine Party. Oder legen Sie sich einen
Hund zu. Alles weitere ergibt sich dann schon von selbst...
IN BIBLIOTHEKEN UND BUCHLAEDEN
In Bibliotheken und Buchläden wimmelt es nur so von Frauen, die Sie aufreißen
können. Mehr noch: Als wenn Sie darum gebeten hätten, haben sich die
verschiedenen Frauentypen selbst dort so richtig schön vorsortiert:
- Liebesromane: Wenn Ihnen danach ist, den Prinzen zu spielen, der Aschenputtel
von seinem tristen Alltag erlöst, sind Sie hier gerade richtig.
- Kriminalromane: Hier finden Sie die selbständige Frau, die sich nach
anstrengender, meist geistiger Arbeit mit einem Thriller entspannen möchte. Den
Job können Sie sicherlich genausogut, wenn nicht besser, übernehmen.
- Science Fiction: Diese Frau ist durch nichts aus der Fassung zu bringen. Wohl
auch nicht durch den Gedanken, daß sie Sie in Zukunft um sich haben könnte...
- Dichtung: Wenn Sie ihr das, was Sie ihr sagen wollen, in einen Hölderlin-Vers
einwickeln, ist der Abend schon gelaufen. Sie liebt das Besondere - warum also
nicht auch Sie?
- PSI-Literatur: An diese Frau sollten Sie sich nur heranwagen, wenn Sie
Heilpraktiker oder wirklich übersinnlich sind.
- Psychologie: Hier dürfen Sie normalerweise ein leichtes Spiel haben.
Allerdings laufen Sie gleichzeitig Gefahr, daß die Frau, die Sie hier treffen,
neurotisch ist.
- Tierbücher: Von ihren Mitmenschen enttäuscht, hat sie sich den Hunden, Katzen,
sonstigem Getier zugewendet. Diese Frau sollten Sie sich nur nähern, wenn es
Ihnen nichts ausmacht, daß Waldi oder Mieze ihr Bett ebenfalls teilen.
- Ernährungswissenschaft: Sie lebt höchstwahrscheinlich makrobiotisch, und das
ist Ihnen sicherlich zu gesund.
- Kochbücher: Wenn sie gerade in 'Preiswerte Menüs für die Großfamilie oder
'Deftige Hausmannskost bayerischer Art' blättert, lassen Sie die Hände weg. Wenn
ihr beim Essen schon nichts einfällt, hat sie sonst sicher auch keine
umwerfenden Ideen. Liest sie aber gerade in 'Jedes Gericht ein Aphrodisiakum'
oder 'Fanny Hills Kochbuch', ist sie gewiß auch eine Delikatesse.
- Musikbücher: Wenn sie über Musik lesen muß, will sie über Sex sicher nur
reden.
- Malerei: Das Thema interessiert sie entweder tatsächlich - sonst würde Sie sie
im Museum treffen-, oder sie bereitet sich gerade geschickt auf einen
Museumsbesuch vor. Welche der beiden Möglichkeiten zutrifft, das herauszufinden
bleibt Ihnen überlassen.
- Wissenschaft: Diese Frau liebt das Seriöse - und ist meistens unangetastet.
Die Chancen, daß Sie sich mit ihr in den Pausen unterhalten können, stehen gut.
- Humor: Ihr können Sie getrost sagen, daß Sie Affairen nicht allzu verbissen
sehen.
- Fachliteratur: Achten Sie auf ihre Erscheinung. Trägt sie Make-up und ist auch
sonst ansehnlich herausgeputzt, sucht sie sicherlich gerade ein Buch, wie eine
Frau es lernt, ohne Mann auszukommen - weil Not am Mann ist, versteht sich. Hier
können Sie einspringen. Sieht sie allerdings eher wie ein farbloses Neutrum aus,
rennen Sie, so schnell Sie können. Sonst laufen Sie Gefahr, kastriert zu werden.
- Philosophie: Sie sucht wahrscheinlich gerade nach dem Sinn des Lebens. Warum
erzählen Sie ihr nicht, daß der Sinn des Lebens ganz einfach darin besteht, ,so
viel Spaß wie möglich zu haben...?
- Frauen, die Schiller, Goethe, Bronte, Shakespeare und ähnliches lesen, haben
offensichtlich nichts Amüsanteres mit ihrer Zeit anzufangen. Hier dürften Sie
als unterhaltsame Abwechslung wie gerufen kommen!
- Frauen, die in Xaviera Hollander, Alex Comfort, Molly Parkin, Erika de Jong,
Linda Lovelace lesen, können höchstwahrscheinlich jemanden gebrauchen, der die
Seiten für sie umblättert.
- Frauen, die Bukowski oder dieses Buch in der Hand halten, vertragen es, wenn
Sie ohne großes Bla-Bla sagen, was Sie wollen. Hier müssen Sie dann allerdings
darauf gefaßt sein, auf eine direkte Frage eine ebenso direkte Antwort zu
bekommen.
Sobald Sie die Frau, die Sie erobern wollen, geortet haben, schenken Sie ihr, je
nachdem, bei welcher Art von Büchern sie steht, ein kesses, schüchternes,
freundliches, aufmunterndes oder verliebtes Lächeln. Aus ihrer Reaktion erkennen
Sie dann schon, ob es einen Sinn hat, einen Ihrer Sprüche anzubringen.